• Alles Mobile?! Neue Risiken & Chancen der mobilen Kommunikation

    EDV-Abteilungen von Unternehmen stehen immer mehr vor der Herausforderung mobile Geräte in das Firmennetz zu integrieren. „Alles hat damit begonnen, dass Vorstände die einfache und komfortable Nutzung von Smartphones und Blackberries entdeckt haben“, sagt Alexander Loisel, Geschäftsführer der L.S.Z Consulting. In einer aktuellen CIO Umfrage haben 45 Prozent der befragten EDV-Leiter angegeben, dass sie die Nutzung von privaten, mobilen Endgeräten mit Firmenanwendungen unterstützen. Weitere 25 Prozent würden in 12 bis 24 Monaten eine EDV-Anpassung vornehmen. Es gäbe allerdings keinen Trend zu einer speziellen Plattform oder einer Standardisierung von Verwaltungstools mobiler Geräte, so Loisel. Auch in den nächsten Jahren bleibt die „bunte Mischung“ der Plattformen bestehen.

    Wie bei jeder neuen Entwicklung, lauern auch hier Gefahren. Marko Rogge, selbständiger IT-Sicherheitsberater aus Frankfurt,  zeigte die gefährliche „Macht“ der mobilen Kommunikation auf. „Ohne dass wir es merken, können sich Trojaner, Würmer und Viren auf unseren Mobiltelefonen einnisten und erheblichen Schaden anrichten“, erklärt Rogge. Er weiß wovon er spricht. Vor einigen Jahren hätte ihn sein Hackerdasein beinahe selbst ins Gefängnis gebracht. Jeder Mitarbeiter eines Unternehmens, der sein Smartphone mit dem Firmennetz verbindet, könne ein potenzielles Ziel sein. Ein Trojanisches Pferd könne genauso schnell wieder freigesetzt werden, wie es auf einem Smartphone installiert wurde und schon wären die firmeninternen Informationen für den Angreifer freizugänglich. „Ein Freund von mir hat ein Trojanisches Pferd geschrieben, dass zwischen Windows Mobile, Android, iPhone, Windows und Macintosh hin und her hüpfen kann“, erzählt Rogge. Um sich vor solchen Angriffen schützen zu können, empfiehlt Rogge ein „paar Cent“ in die Mobile Sicherheit zu investieren . Genauso wie für PC gäbe es genügend Sicherheitssoftware, die einen größeren Schaden verhindern können.

    Michael Eichriedler, Systems Engineer bei Cicso, gab anschließend einen Einblick, wie ein internationales Unternehmen mit dem Trend der mobilen Kommunikation umgeht. „Ich könnte den Großteil meiner Arbeit über mein iPhone machen“, sagt Eichriedler. Für Cisco sei die mobile Kommunikation besonders wichtig, da die Mitarbeiter auf dem gesamten Kontinent verstreut sind, aber miteinander an Projekten arbeiten. Gerade Videokonferenzen seien deshalb Usus und durch die web-basierten Lösungen könne jeder Mitarbeiter rasch und einfach an seine Unterlagen gelangen.

    Am Beispiel von Samsung „Bada“ schildert Manfred Bortschlager, Teamleiter bei Samsung Mobile London, vor welchen Herausforderungen ein Hardware-Lieferant steht. Um nicht vom Markt zu verschwinden, ist sich Bortschlager sicher, müssen Endhersteller mehr bieten. Mit der offenen Software-Plattform „Bada“ habe Samsung eine starkwachsende Lösung gefunden und kann sich damit von den anderen unterscheiden. „Offen bedeutet, dass jeder über freizugängliche Schnittstellen Anwendungen für Samsung Mobiltelefone, wie zum Beispiel U-Bahn-Pläne, Spiele oder Wetterberichte, entwickeln und vertreiben kann“, erklärt Bortschlager. Bei der Einführung einer neuen Plattform stehe man vor vielen Herausforderungen. Man müsse beispielsweise ständige Verfügbarkeit sowie Sicherheit gewährleisten, sich aber genauso über das richtige Management Gedanken machen und Maßnahmen finden, um die Plattform am Markt zu etablieren.

    Einen etwas anderen Blick auf das Thema mobile Kommunikation warf Gerald Gross vom ORF und Autor des Buches „Wir kommunizieren uns zu Tode“. Er beleuchtete in seinem Vortrag mit dem passenden Ttiel „Lost in communication“  den kommunikativen Wandel in den vergangen Jahren. In der heutigen Zeit erhält man immer mehr Informationen, die nur schwer bewältigbar seien, so Gross. Eine genaue Fokusierung werde notwendig. Gleichzeit wollen wir immer mehr und in kürzer Zeit. Der technologische Fortschritt bringe zwar eine Beschleunigung mit sich, die aber paradoxerweise zu einer Zeitnot der Menschen führe.

     Mobile Dienste – Nur Gefahr oder doch Chance?

     Trotz der steigendenden Gefahr überwiegen die Chancen der Mobilen Dienste, sind sich die Vortragenden bei der abschließenden Podiumsdiskussion des IKT-Forums der FH Salzburg einig. „Wir sind sehr gut aufgestellt, dass die Chancen überwiegen“, ist Manfred Bortenschlager, Abteilungsleiter bei Samsung Mobile in London und Absolvent des Studiengangs Informationstechnik & System-Management, überzeugt. Selbst Gerald Gross stimmt zu: „Es wird sie wundern, auch ich bin dieser Meinung. Die entscheidende Frage wird sein, ob wir die Chancen immer erkennen und ob wir sie auch nützen und nützen können.“ Gross wünsche sich weiters mehr Medienkompetenz, die seiner Meinung nach ein zentraler und entscheidender Punkt sein wird.

  • Cloud Computing - Trend oder Hype?

    „Der Ansatz von Cloud Computing wurde schon vor Jahren entwickelt. Die Technologie ist aber erst jetzt dafür ausgereift“, sagt Thomas Peruzzi, Geschäftsführer von Aicooma. Peruzzi eröffnete das diesjährige IKT-Forum der FH Salzburg und versuchte die Cloud greifbarer zu machen. Was ist nun Cloud Computing? Cloud Computing sei die ad hoc zur Verfügung gestellte bedarfsgerecht abgerechnete Ressource im Internet. Ein Beispiel: Sie wollen einen Brief schreiben. Heute kaufen sie sich eine Lizenz des Programms und zahlen einmal dafür, egal wie oft sie die Software brauchen. In Zukunft werden sie nur nach Bedarf zahlen. Das heißt, sie schreiben einen Brief, sie zahlen auch nur einen. In der Cloud könne man entweder Software, Speicherplatz oder Online-Services für den gezielten Bedarf mieten.

    Wie verändert Cloud Computing die IT?

    Peruzzi verglich das Wachstum der IT mit einer Städteentwicklung. Wie bei Städten ist der IT-Fortschritt  nur durch bewusste Öffnung von Mauern möglich.  Wenn alle Barrieren beseitigt werden, sei man bei der Cloud Technology angekommen. Mit der Cloud könne man Kosten reduzieren, neue Kunden gewinnen, Ressourcen besser nutzen und es eröffnet verschiedenste Möglichkeiten, von denen man noch nichts weiß. Microsoft hat diesen Trend erkannt. „Mit unserer Windows AZURE Service-Plattform geben wir die Antwort auf diese Entwicklung“, präsentiert Andreas Schabus, Academic Relations Manager bei Microsoft Österreich. Die Plattform biete Rechenleistung, Datendatenbanken und Speicherplatz. Auch sei das Microsoft Produkt für das Anbieten von Services, wie zum Beispiel das Betreiben eines Online-Shops, geeignet. Somit hat Microsoft als einer der Ersten ein Produkt für diesen Trend geliefert.

    Gefahren und Risiken von Cloud Computing

    „Was ist mit Datenschutz, Sicherheit oder Monopolisierung?“, kontert Mike Liebsch vom Chaos Computer Club in Köln. Der Umgang mit Daten sei heutzutage schon sehr leichtfertig, in der Cloud würde dies noch verstärkt. Sie öffnet zum Beispiel die Türen für Industriespionage. Auch jedes Land hat verschiedene Datenschutzbestimmungen. „Nicht mal in der EU herrschen gleiche Richtlinien“, hält Liebsch fest. So könne in einem Land A Daten rechtlich anderweitig verwendet werden, als im Land B.  Zum Stichwort Monopolisierung: die großen Anbieter  - derzeit aus den USA kommend - werden im Falle der Cloud Technologie alles kontrollieren. Sämtliche Daten würden ihnen zur Verfügung stehen und sie könnten damit Macht ausüben. Auch Veränderungen in den Systemen würden zu unerwarteten Problemen bei den Anwendern führen, wie zum Beispiel ein nicht mehr funktionierendes Online-Service.

    Hat Cloud Potenzial?

    Saugatuck Technology, Inc.  hat 800 Unternehmen zum Thema Cloud Computing befragt. Frank P. Sempert, Senior Program Executive Europe präsentierte seine Ergebnisse vor den 140 Teilnehmenden des IKT-Forums.  „Die entscheidenden  Cloud-Anwender kommen aus dem Mittelstand, vor allem in den BRIC-Ländern“, prophezeit Sempert. (Anm. d. Red: BRIC – Brasilien, Russland, Indien, China) Auch 40 Prozent des gesamten Workflows würden im Jahr 2014 in der Cloud erfolgen. Sempert prognostiziert, dass Cloud Computing die 5. Generation der IT Business-Plattform sei. Thomas Kurz und Raimund Eder, Forscher am Studiengang Informationstechnik & System-Management gehen in ihrem von der EU geförderten Projekt OPAALS noch einen Schritt weiter. „Wir vermuten, dass die Cloud von der Community und nicht von den großen Anbietern verwaltet werden wird“,  sagt Kurz. In der Community können die Gefahren wie Datenschutz, Sicherheit und Monopolisierung gemeinsam behandelt werden. Die EU hat die Bedeutung ebenfalls erkannt und wird in den nächsten Jahren dieses Thema mit 130 Millionen Euro fördern.  Ob im Endeffekt Cloud Computing wirklich die Zukunft der IT ist, hängt von den Usern ab.

  • Technikerinnen für morgen für ein starkes Europa

    Qualifizierte IT-Fachkräfte mit Hintergrund- und Basiswissen sind Schlüsselkräfte für die heimische Wirtschaft. So lautete der Tenor beim diesjährigen IKT Forum, das der Studiengang Informationstechnik & System-Management kürzlich am Campus Urstein veranstaltete. Thema: "TechnikerInnen von morgen für ein starkes Europa"

    Nur mit einer fundierten Ausbildung, die sowohl Grundwissen wie auch Qualifizierung umfasse, können Aufgabenstellungen abstrahiert und Problemlösungen gefunden werden. Referent Günther Haslauer, Entwicklungsleiter beim Software Entwickler COPA-DATA: "Alle Prozesse in einem Unternehmen sind IT-mäßig abgedeckt. IT ist Basis für Arbeitserleichterung und Qualitätsverbesserung." Haslauers Botschaft: Nur mit hoher Qualität könne Europa im Konkurrenzkampf gegen Niedriglohnländer bestehen. "Deshalb brauchen wir IT-Fachkräfte und wir brauchen sie hier!"

    Jobsicherheit in IT-Branche

    Dass nicht nur Europa, sondern auch der Wirtschaftsstandort Salzburg dringend IT-Fachkräfte braucht, belegte Florian Preisig von der Arbeiterkammer Salzburg mit aktuellen Zahlen: Laut einer AMS-Studie waren im Vorjahr 1.600 Arbeitsplätze nicht besetzt. "Das AMS rechnet in den nächsten 3 Jahren mit 6.000 offenen Stellen", kündigte Preisig an.

    Auch wenn die niedrige Arbeitslosenrate im Technikbereich einen krisensicheren Job signalisiere, "auch für die Wahl eines technischen Berufs muss genügend Eigenmotivation da sein", riet Peter Lukas von IVM Consulting.


    [Text: Manuela Kliemstein]

  • 2o11

    Alles Mobile?! Neue Risiken & Chancen der mobilen Kommunikation

    Foliensammlung

    Wirtschaftsszenario 2011 - 2014
    Alexander Loisel | L.S.Z Consulting

    Smart aber gehackt: Security bei Smartphones
    Marko Rogge | Marko Rogge IT-Sicherheitsberatung

    Herausforderungen bei der Einführung  mobiler Betriebssysteme und App Stores:
    Das Samsung bada Beispiel

    Manfred Bortenschlager | Samsung

    Video/Audio

    Video Zusammenfassung 

    Interview M.Rogge - Radio Salzburg "Guten Morgen Salzburg" 23.Mai 2011

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    2010

    Cloud Computing - Trend oder Hype?

    Foliensammlung

    Cloud Computing - Was ist es? Und wie verändert es die IT?
    Thomas Peruzzi | Aicooma

    Azure - Die Windows Cloud Computing Plattform
    Andreas Schabus | Microsoft

    Verloren im Nebel: Gefahren und Risiken von Cloud Computing
    Mike Liebsch | Chaos Computer Club Köln

    Cloud - nach dem Sturm
    Frank P. Sempert | Saugatuck Technology, Inc.

    Fotos

     

    Einladung  "Cloud Computing - Trend oder Hype?"

     

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    2009

    TechnikerInnen von morgen für ein starkes Europa

     

    Foliensammlung

    „Chancen für hochqualifizierte IT-Fachkräfte am Arbeitsmarkt“
    [Mag. Florian Preisig | Arbeiterkammer Salzburg]

    „Technik im TV“

    [Univ.-Ass. DDr. Julia Wippersberg | Universität Wien]

    „Technikausbildung JA/NEIN – Wie entscheidet die Jugend“

    [Mag. Wolfgang Schildorfer | Vereinigung High Tech Marketing]